happy christmas

Nächsten Monat ist Weihnachten. Nein, keine Panik, noch nicht in einem Monat – sechs Wochen Zeit bleiben noch, sich um Weihnachtsgeschenke zu kümmern, die Freude machen ohne Leid zu verursachen.

Am persönlichsten ist es natürlich immer, etwas Selbstgemachtes zu verschenken, manchmal ist das auch am schönsten – manchmal auch nicht.

wpid-psx_20151110_142009.jpgWer da lieber auf Nummer Sicher gehen will, verschenkt Verbrauchsartikel, die sich der Beschenkte (eventuell) nicht selber leisten kann oder möchte – bzw. die für den Schenker erschwinglich sind, ohne gedankenlos, billig oder geschmacklos zu wirken. Ich verschenke gerne Tee, Bodylotion, Duschzeug, Pralinen, Weihnachtsgebäck – die individuelle Note besteht dann darin, welche Kräutermischungen/Packungsfarben/Pflanzenwirkstoffe ich für wen in welcher Kombination auswähle. Verbrauchsartikel muss der Beschenkte nicht irgendwo hinstellen (möglicherweise in Panik, bevor der Schenker zu Besuch kommt) – und wenn er die Pralinen nicht mag, kann er sie weiter verschenken. Dekoartikel wie Porzellanelephanten, Salz- und Pfefferstreuer, die Riesenteetasse oder das niedliche Holzkästchen mit den handgeschnitzten Ornamenten drauf verschenke ich somit nur, wenn ich den anderen gut kenne oder mir jemand seine Sammelleidenschaft verraten hat. Wer mich gut kennt, schenkt mir übrigens gar keine Staubfänger 😉

An zweiter Stelle der Sachen, die ich verschenke, stehen Bücher. Bücher können ausgesprochen persönliche Geschenke sein. Kennt man sich nicht ganz so ausgiebig – oder will auch hier auf der einigermaßen sicheren Seite sein, schenkt man am besten Bilderbücher –  zum Beispiel ein veganes Kochbuch. Es macht ja nichts, wenn nun nicht alles nachgekocht wird, das Anschauen macht schon Spaß, oft gibt es interessante Drumherum-Infos und die regen an – zum Beispiel zur Überlegung, dass vegan ja eigentlich ganz lecker aussieht 😉

Manchmal hat man auch schon das Geschenk im Kopf und wartet nur noch auf Weihnachten (oder den Geburtstag, je nachdem, was schneller ist). Das ist meist bei Menschen der Fall, deren Wünsche wir kennen – entweder, weil sie uns direkt mitgeteilt wurden oder weil wir diese Menschen besonders aufmerksam wahrnehmen. Es kann aber auch im letzteren Fall möglich sein, dass uns dennoch nichts einfällt, weil wir diese Menschen eben einfach als wunschlos glücklich wahrnehmen – ebenso gibt es Lebenssituationen, in denen man (oder frau) seine/ihre Wünsche regelmäßig lautstark verbal auflistet (um sich nicht wieder gerührt über einen Staubfänger freuen zu müssen), aber an irgendeiner Schwachstelle scheint dann wiederholt diese verbale Datenübertragung nicht zu funktionieren. Vielleicht versucht man es dann nächstes Mal mit Telepathie 🙂 Oder mit einer ganz gezielten Terminvereinbarung zum gemeinsamen Shoppen mit Glühweinpause auf dem Weihnachtsmarkt, bei dem sich jeder sein Geschenk selber aussucht; auch das kann richtig Spaß machen! Und, wie gesagt, bevor man mit leeren Händen dasteht, ohne das zu wollen: Verbrauchsartikel gehen immer, siehe oben. Shoppinggutscheine bevorzugter (Online-)Geschäfte auch. Jedenfalls bei mir.

Nun finde ich es generell und zu Weihnachten im besonderen am schönsten, wenn man durch seinen Konsum die regionale Wirtschaft belebt und kleinere Läden den großen Ketten vorzieht, in denen man tatsächlich oft auch das ganz besondere Geschenk finden kann. Auch Nicht-Veganer achten inzwischen verstärkt auf fairen Handel und die Vermeidung von billigen China-Exporten. Jedoch empfiehlt es sich, im Taumel wunderschöner weihnachtlich geschmückter Ladendeko achtzugeben auf die Sache mit den Staubfängern (siehe oben), zu denen die schönsten Dekoartikel werden können, wenn sie aus dem Konsens ihrer einzigartigen Ladenumgebung gerissen werden!! Da die meisten von uns jedoch in Ortschaften wohnen, in denen man noch nicht von einem veganen Laden in den nächsten bummeln kann, sind wir Veganer dann doch beim Geschenkekaufen oft auf das Internet angewiesen, wenn wir eine größere Auswahl haben möchten bzw. nicht ständig nachfragen mögen, ob es denn nun wirklich kein Leder an dem Tagebuch und keine Seide in dem Tuch und kein Honig in dem Lippenbalsam in dem reizenden Döschen ist.

Deshalb habe ich hier mal ein paar Online-Shops aufgelistet, die mich persönlich ansprechen oder über die ich Gutes gehört habe. Die Liste ist absolut unvollständig und ich freu mich sehr über Erfahrungsberichte oder weitere Tipps zum Online-Bummeln für Veganer – vor allem über Erfahrungen mit einzelnen, individuelleren Shops (alles andere lässt sich ja per Suchmaschine von jedem auch selber herausfinden)..

  • schöne Mode, sowie Schmuck und Accessoires findet man zum Beispiel auf http://www.onlineshop.deargoods.com (oder in den DearGoods-Läden in München oder Berlin)
  • Naturkosmetik und Körperpflege, Geschenkartikel aber auch Lebensmittel undfalls jemand doch was Selbstgemachtes verschenken möchte, veganes Bastelzubehör, gibt es auf www.clematis-naturkosmetik.de
  • wer es richtig krachen lassen und eine Reise verschenken möchte, der wird hier fündig: http://www.veggie-hotels.de oder, falls jemand mitreist, der (noch) Angst hat, im Urlaub vegan zu verhungern, möge hier mal schauen: http://www.tui.com/spezielle-kueche/vegane-kueche
  • und wer findet, dass es Zeit ist für die (beste) Freundin, von der Brigitte oder der Elle auf eine zeitgemäße Modezeitschrift umzusteigen, kann ein Jahresabo verschenken z. B. für die noveaux oder die Vegan Good Life.
  • faires Kinderspielzeug gibt es übrigens von PlanToys.

Doch man kann nicht nur Tierleid vermeiden beim Schenken, sondern auch aktiv an der Tierfreude mitgestalten und eine TierPatenschaft verschenken. Es gibt zahlreiche Lebenshöfe, die rund um die Uhr damit beschäftigt sind, dass Tiere nicht nur überleben, sondern LEBEN können, hier zum Beispiel der Gnadenhof-L(i)ebenswert, der Erdlingshof und Hof Butenland. Ein besonders schönes Geschenk für Kinder, wie ich finde und eine gute Alternative zum Haustier-zu-Weihnachten-Geschenk, was oft mehr Tierleid schafft als vermeidet.  Dazu noch eine Anmerkung: ein Haustier sollte meiner Meinung nach nie „verschenkt“ werden, weil es in dem Moment meist unbewusst schon zu einer Sache, ja zu einem Spielzeug degradiert wird. Das ist gerade für Kinder oft ein falsches Signal. Ein Haustier ist immer ein Familienmitglied, dessen Aufnahme gut durchdacht und von der ganzen Familie gemeinsam befürwortet und vorbereitet werden sollte. Und natürlich kann dann auch zum Fest der Liebe ein weihnachtlicher Familienspaziergang ins örtliche Tierheim stattfinden, um einem Tier eine bessere Zukunft in einem neuen Zuhause zu schenken – in guten wie in schlechten Zeiten und nicht nur bis nach Weihnachten. Logo 😉

2 Gedanken zu “happy christmas

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